Gründungsbegleitung für Geflüchtete

Das LOK.STARTupCAMP international

unterstützt Geflüchtete, unabhängig von Geschlecht und Herkunftsland, die sich in Berlin selbständig machen möchten, mit den dazu passenden Mitteln. Wir beraten, qualifizieren und begleiten mit Fachkompetenz, mehrsprachigen Coaches und Referent.innen und bieten einen Ort, das Business Lab, wo Unterstützung bei der Recherche geboten wird und wo in Ruhe am Businessplan gearbeitet werden kann.

In drei Schritten begleiten wir Ihre Gründung zu Ihrer neuen beruflichen Existenz.

Wer gründen möchte, braucht eine Idee und muss wissen, ob sie oder er auch die Persönlichkeit ist, die Idee umzusetzen.

Wir finden es heraus: Im Erstgespräch sprechen wir über Ihre Pläne und über Ihre Erfahrungen und Kenntnisse und entscheiden, ob eine Gründung generell möglich ist.

Im anschließenden Assessment (5 x 3 Stunden) vertiefen wir den ersten Eindruck und klären die Perspektiven Ihrer Geschäftsidee.

Um in Berlin und Deutschland erfolgreich zu gründen, benötigt man Wissen über viele Dinge, von der Gewerbeanmeldung bis hin zu den Steuern.

Wir machen Sie fit:
Sie erfahren und lernen alles Wichtige in unseren Workshops zu den Themen wie:

  • Basiswissen Gründung in Deutschland
  • Buchhaltung und Steuern
  • PR und Marketing
  • Online-Shops bei Amazon und ebay u.a.
  • Finanzierungsformen (Banken, Crowdfunding, Beteiligungen etc.)
  • und vieles mehr nach Bedarf und Gründungsidee

Einen genauen Businessplan mit klaren Zahlen benötigen Sie als Gründerin oder Gründer ebenso wie das Jobcenter oder die Bank.

Wir lassen Sie da nicht allein: Unsere Coaches werden mit Ihnen zusammen einen Businessplan erarbeiten, um die Gründung professionell vorzubereiten.

Dabei geht es natürlich auch darum, die notwendigen Formulare, Anmeldungen und Anträge zu bearbeiten.

Das Ziel ist der Businessplan, den die Bank und/oder das Jobcenter sehen möchte.

Was kostet Sie die Teilnahme?

Die Angebote des LOK.STARTupCAMP international sind für Sie kostenlos.

Wo finden Sie uns?

LOK.STARTupCAMP
international
Kottbusser Damm 79
10967 Berlin
(U Schönleinstraße,
U + Bus Hermannplatz)

Was bietet das LOK.STARTupCAMP international sonst noch?

Im Business Lab haben Sie die Möglichkeit, am Laptop zu recherchieren, zu kalkulieren und zu schreiben. Sie können dort mit anderen Gründerinnen und Gründern kommunizieren, gemeinsame Geschäfte planen und Netzwerke aufbauen.

Ein erfahrener Coach ist vor Ort und unterstützt Sie bei Fragen zu Ihrem Business oder auch bei der Recherche.

Wir laden Sie regelmäßig ein zu unseren Stammtischen mit Kleinigkeiten zum Essen und Trinken und Musik. Dort haben wir immer interessante Experten und Expertinnen, mit denen wir über wichtige Themen diskutieren.

Alle unsere Gründerinnen und Gründer sind eingeladen, man lernt sich kennen und findet vielleicht auch neue Geschäftspartner.

Wir bringen Sie mit Fachleuten zusammen, die ihr Wissen und ihre Erfahrung weitergeben möchten. Der regelmäßige Austausch bringt Ihnen wertvolle Kenntnisse und unterstützt Sie dabei, sich in Ihre neue Umgebung einzugewöhnen.

Über Uns

LOK.STARTupCAMP international ist ein Projekt der
LOK.a.Motion GmbH,
Boppstraße 7, 10967 Berlin,
Maria Kiczka-Halit, Michael Mashofer,
Tel.:030.297 797 36, www.lok-berlin.de

Kooperationspartnerin ist die Al Ard gUG,
Fadi Mustafa, www.al-ard.de

Die Berliner Wirtschaft finanziert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. LOK.STARTupCAMP international wurde aus einer Vielzahl eingereichter Projektideen als eines der wirtschaftsgeförderten Bildungsprojekte ausgewählt.

Veranstaltungen

Gründung durch Geflüchtete – Potenziale und Herausforderungen

29.10.2018 // 13.00 bis 18.30 Uhr
Lehrter Str. 68 // 10557 Berlin

Seit September 2016 begleitet und berät die LOK.a.Motion GmbH Menschen mit Fluchthintergrund, die in Berlin ein Unternehmen gründen möchten.

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Im Portrait

Fidaa Mounem & Mohamed Shaaban
Hausfrau, Beamter

Ich war Hausfrau in Syrien, mein Mann Beamter. Dass eine Frau einen Laden führt, ist in Syrien ungewöhnlicher als in Deutschland. Als wir nach der Flucht hier ankamen, war uns eins von Anfang an klar: Wir möchten finanziell unabhängig und nicht auf Hilfe anderer angewiesen sein. So entstand die Idee eines orientalischen Minishops mit nach original syrischem Rezept hergestellten Lebensmitteln und Halal-Produkten. Der Vorteil beim Handel ist, dass man auch mit mittleren Sprachkenntnissen gut starten kann.

Khaled Alkahwaji
Ingenieur

In Syrien hatte ich mein eigenes Transportunternehmen mit 10 Mitarbeitern. Hier in Berlin habe ich ein neues Transportunternehmen gegründet. Der Eintritt in den Markt war schwer, da es viele Mitbewerber gibt. Ich versuche mit günstigeren Preisen, Zeitersparnis und Qualität zu glänzen. Zudem helfe ich meinen meist syrischen Auftraggebern auch bei Problemen, die nicht zu meinem Berufsfeld gehören. So binde ich meine Kunden und aus Kunden werden meist Freunde.

Salma Al Armachi
Wirtschaftswissenschaftlerin

Ich habe in Syrien Wirtschaftswissenschaft studiert und lange in diesem Bereich gearbeitet. Daneben kochte ich ehrenamtlich für Bedürftige. Wir nannten uns gütige Mütter. Etwas für andere zu tun, gab mir ein gutes Gefühl. Das wollte ich in hier wiederbeleben. In den Flüchtlingsheimen, wo ich zeitweise lebte, gab es viele Frauen, die gerne arbeiten wollten. So kam es zur Idee eines eigenen Catering-Unternehmens. Denn eins können syrische Mamas besonders gut: gesundes und gutes Essen kochen.

Soumah Al Mamy
Wirtschaftsstudium: Finanzen und Management

Ich möchte ein Import/Export-Unternehmen gründen. Bei meinen ersten Schritten im Vertrieb begleitete ich meinen Vater schon als Kind. Er verkaufte in Guinea Medikamente. Er war es auch, der mir beibrachte, welche Produkte gefragt sind, wie man einen Lagerbestand aufbaut und wie man sich gut organisiert. Heute in Deutschland angekommen, ist es mein Ziel, ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen. Ich werde Fahrzeuge und Elektrogeräte nach Guinea exportieren. Ich träume von einer erfolgreichen Zukunft.

Hanaa Al Wattar & Tarek Kanaan
Chemikerin, Chemiestudent

In Syrien produzierten wir unser selbst entwickeltes Haarwuchsmittel und andere ohne Konservierungsstoffe und chemische Zusätze hergestellte Produkte, die wir u.a. nach Frankreich und den Mittleren Osten exportierten, wo sie sich einen guten Namen machen konnten. Damals waren wir wohlhabend. Das größte Problem für uns jetzt ist die Finanzierung der Produktion und Vermarktung unserer geprüften Mittel. Deshalb suchen wir aktuell nach Investoren.

Abdulkader Shook
Lehrer

In Syrien hatte ich 25 Jahre eine Parfümerie geleitet und die Geschäfte in der Region beliefert. Was mir dort nicht so gut gefiel, war, dass die meisten Kunden aus dem arabischen Raum nur der Preis interessiert. Das Schöne an Syrien im Vergleich zu Deutschland ist aber, dass dort die Hürden für Selbständigkeit gering sind und der bürokratische Ärger weniger. Hier in Berlin ist es sehr schwierig für mich, einen geeigneten Laden für meine geplante Parfümerie zu finden, die Mieten sind sehr hoch.